Der Musikverein Eglosheim

Eglosheimer Nachrichten

Ab sofort bis einschließlich 11.05. sind alle Veranstaltungen, Proben und Unterrichtsstunden im Vereinsheim des Musikverein Eglosheim abgesagt

Chronik des Vereins

Der Beginn der „Goldenen Zwanziger“ waren gleichzeitig die Nachkriegsjahre des Ersten Weltkrieges. Schon Widerspruch genug, gerade nun einen Musikverein zu gründen. So war es auch nicht die Aussicht auf wirtschaftlich geordnete Verhältnisse im Wohlstand, die eine Handvoll angesehener Eglosheimer Bürger dazu bewog. Es war der Wunsch nach Geborgenheit, das Zusammengehörigkeitsgefühl in nachbarschaftlicher Umgebung und eben diese Liebe zur Blasmusik.
Schon lange bestand in Eglosheim der Wunsch nach einer Blaskapelle. Doch weder Instrumente noch geeignete Räumlichkeiten standen dafür zur Verfügung.
Die Instrumente des Jünglingsvereins wurden im Weltkrieg beschlagnahmt und so konnte nicht einmal der kirchliche Posaunenchor seiner Aufgabe nachkommen. Es blieb vorerst bei dem Wunsch.
Als dann im Jahre 1920 Karl Steinbrenner herausfand, dass sich die Instrumente des Posauenchors in der Arsenalkaserne befanden, bestand wieder Hoffnung. Zusammen mit Karl Rupp, Albert Schnaufer und dem Eglosheimer Pfarrer Gunzenhäuser erreichte man deren Herausgabe. Als Karussellbesitzer Schneider nun noch Trommel und Becken stiftete, stand der Gründung einer Eglosheimer Blaskapelle nichts mehr im Wege.
Dem gegebenen Versprechen bei kirchlichen Festen, wie am Heiligen Abend und an Silvester vom Turm der Katharinenkirche, am Ostermontag auf dem Friedhof oder am Denkmal vor der Kirche zu spielen, kam man gerne nach. Überwiegend widmete man sich aber der Volksmusik.
Zwischenzeitlich war man der Musikverein der Eglosheimer geworden und spielte in Pfuderers Garten, beim Kleintierzuchtverein und dem Gartenfest der Metzgerei August Kurz. In der Gruppe herrschte die damals übliche Zucht und Ordnung. Und ebenfalls war es selbstverständlich, dass man Opfer an Zeit und Geld bringen musste.
Lange Fußwege zu den Auftritten und zurück mussten in Kauf genommen werden. Der Spielerlös wurde von der Vereinskasse vereinnahmt, Verzehr und Getränke zahlten die Musiker selbst.
Unter seinem ersten Dirigenten Reinhold Weiß spielte man noch in Kavalleriebesetzung, das heißt ohne Holzblasinstrumente. Neben der Volks- und Militärmusik wagte man sich bald auch an anspruchsvollere Stücke. So auch an die „Sarastro-Arie“ aus Mozarts Zauberflöte, für die man beim Preisspiel die Note „gut“ erhielt.
Der Dorfverein wandelte sich zu einem angesehenen Musikverein im weiteren Umkreis. Im Wettbewerb stellte man sich mit Erfolg der Konkurrenz anderer Kapellen.
Mit dem Wechsel des Dirigenten ändert sich auch häufig das Repertoire und der Stil der Kapelle. So auch bei Otto Wagner, der 1924 die Eglosheimer übernahm. Als ehemaliger Chorführer beim 121. Infanterie-Musik-Regiment führte er alsbald die Holzblasinstrumente ein. Die Kapelle nahm unter seiner Leitung einen großen Aufschwung. Zur Deckung der Kosten für Instrumente und Noten wurden nun gerne auch passive Mitglieder aufgenommen, die einen geringen Beitrag zahlten. Bei dem hohen Ansehen das die Kapelle genoss wollten viele Eglosheimer dazugehören.

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe.

Jubiläumswochenende

Im Mai wird von uns die Entscheidung getroffen, ob wir unser geplantes Jubiläumswochenende am 11. und 12. Juli 2020 durchführen werden. Wie Sie alle wissen, ist in der Corona-Krise bis auf weiteres ein Abstandsgebot untereinander bis zu 2 m vorgegeben. Größere Veranstaltungen sind bis auf weiteres untersagt.
Wir werden sie in der Juniausgabe der Eglosheimer Nachrichten unterrichten.

Aktivitäten

Wegen der Corona-Krise können wir zurzeit auch keine Proben im Vereinsheim abhalten. Das heißt auch die vorgesehenen Stücke für unseren Jubiläumsabend können nicht einstudiert werden. Wir werden versuchen ob Registerproben möglich sind.
Einzelunterricht bestreiten wir, soweit als möglich, auf elektronischem Weg zwischen Lehrer und Schüler.
Auch das Marktplatzfest im Juni wurde bereits abgesagt.
Unser Vereinsheim bleibt bis auf weiteres geschlossen bis die Politik entsprechende Lockerungen über das Beisammensein vorgestellt werden. Wir richten uns aber auf einen längeren Zeitraum ein.

Bleiben Sie auf jeden Fall gesund.

Ku